Ein starkes Netzwerk sorgt für Antrieb

Jugendarbeit in Rochlitz auf hohem Niveau – mit Potenzialen

„Wichtig ist es, mit jungen Menschen im Gespräch zu bleiben und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen“, stellt Marcel Berger fest. Er hat beim Programmworkshop das Thema Jugend moderiert. Zusammenfassend aus der regen Diskussion des Abends lassen sich mehrere Schwerpunkte zur Jugendförderung herauskristallisieren.

Es gibt eine Kindereinrichtungsvielfalt, die es zu erhalten gilt. Wir haben zahlreiche Schularten vor Ort, von der Grundschule über das Gymnasium bis zu den Berufsschulen. Dieses breite Bildungsangebot gilt es aktiv zu bewahren. Zudem besteht ein Konsens, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen den Schulen förderlich ist, um so ein kooperatives Miteinander zu leben. Diese Zusammenarbeit kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Zum einen zwischen den Schulleitungen und den Lehrkräften, zum anderen zwischen den jungen Menschen, welche die Schulen besuchen. Ein bereits installiertes Beispiel hierfür ist der MoRo (Motley Rochlitz – Schüler*innenfond der Stadt Rochlitz). Diesem Gremium stellt die Stadt Rochlitz ein jährliches Budget von 10.000€ zur Verfügung. Über dieses Geld kann der MoRo eigenständig verfügen und in einer Art Jugendparlament über die Verwendung entscheiden.

Dies dient dazu, um Jugendlichen politisches Engagement zu ermöglichen und ihnen politische Prozesse erlebbar zu machen. Vorstellbar wäre an dieser Stelle auch eine aktive Teilnahme an der Stadtratsarbeit, in dem Jugendlichen die Chance bekommen, sich direkt in das Gremium einzubringen.

Die Stadt Rochlitz ist im Bereich Soziale Arbeit sehr gut aufgestellt. Der JUGENDladen bietet zahlreiche Projekte an und ist im Gemeinwesen aktiv. An der Grundschule, Oberschule und der Förderschule sind Schulsozialarbeiter*innen tätig. Weiterhin stellt die Stadt Rochlitz für die Stelle eines Rochlitzer Sozialarbeiters 10 Wochenstunden zur Verfügung. Dieser Rochlitzer Sozialarbeiter wirkt im Gemeinwesen und soll als Bindeglied zwischen Bürger*innen und Verwaltung dienen. Die aktive Stärkung der Sozialen Arbeit ist wichtig. Diese vorbildliche Wertschätzung und Unterstützung durch die Kommune sollte unbedingt erhalten werden, die Vernetzung der Fachkräfte weiter vorangebracht, Fachkräfte in den zahlreichen Einrichtungen gestärkt und die verschiedenen Kompetenzen gezielt genutzt werden.

 „Ziel muss ein Netzwerk zwischen den jungen Menschen und alle Aktiven in der Stadt sein. Sowohl zwischen Fachkräften, als auch der Wirtschaft oder der Verwaltung. Ressourcen müssen gestärkt und genutzt werden. In der „Kleinheit“ von Rochlitz liegt gleichzeitig die Stärke: Zusammen sind ohne übergroße Hindernisse Dinge bewegbar, umsetzbar und realisierbar“, blickt Marcel Berger in die Zukunft.