Engagement für Kultur Raum geben

RGG möchte Initiativen unterstützen

Rochlitz ist eine Stadt von großer kulturhistorischer Bedeutung. Neben dem Schloss macht uns vor allem der rote Porphyr, der „sächsische Marmor“ bekannt, der in vielen historischen Gebäuden des Freistaats und darüber hinaus verbaut ist. „Diesen kulturellen Rahmen gilt es weiter zu nutzen, insbesondere um touristisch noch attraktiver zu werden. Ein erster Schritt könnte es sein, statt mit dem Titel der kleinsten großen Kreisstadt als „Stadt des roten Porphyrs“ zu werben“, schlägt Natascha Dobos vor. Sie begleitet im Verein Rochlitz gemeinsam gestalten (RGG) das Thema Kultur und möchte diese Themen in den Stadtrat tragen.

Aber auf der Vergangenheit darf man sich nicht ausruhen. Auch heute schon gibt es eine Reihe von kulturellen Angeboten. „Diese gilt es besser zu vernetzen und zu kommunizieren“, ist Natascha Dobos überzeugt. „Darüber hinaus muss es Gestaltungsfreiraum und Unterstützung für kulturelle Initiativen der Bürger*innen geben.“ Wichtig ist es hier, Treffpunkte zu schaffen, „Wohlfühlorte“, wo kulturelle Projekte entstehen und umgesetzt werden können, oder wo kreative Hobbies einen Platz finden. Aber auch Veranstaltungen im Freien werden mehr gewünscht. Straßenfeste beispielsweise sind eine gute Gelegenheit mit den Bewohner seiner Straße ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen von Bürgerprojekten könnten sich viele engagierte Bürger an der Ausgestaltung und Umsetzung beteiligen. Früher war es normal, sich zu Gesprächen auf der Straße zu treffen, warum sollte diese  Normalität nicht wieder aufleben. Auch Singen im Freien zur Weihnachtzeit schafft eine Identifikation der Rochlitzer*innen mit Ihrer Stadt und fördert den Gemeinschaftssinn.

Darüber hinaus besteht eine hohe Erwartung an das Angebot der Volkshochschule in der künftig neu gestalteten  Bibliothek. Auch Buchlesungen in diesen Räumen werden favorisiert, wenn möglich mit Buchautor als kulturelles I-Tüpfelchen.

Eine der größten Herausforderungen ist das kreative Marketing der Veranstaltungen vor Ort. Zeitungen werden weniger gelesen , eine übergreifende Veranstaltungs-App gibt es nicht. Hier sind viele Ideen gefragt, wie die Rochlitzer*innen die Informationen über Veranstaltungen und Termine ins Haus oder Smartphone bekommen und zur Teilnahme animiert werden können. Und natürlich gibt es auch Parallelen zum Thema Infrastruktur: Ein Bahnanschluss würde vielen Rochlitzer*innen den Weg zu kulturellen Angeboten der nahen Metropolen verkürzen.