Sportvereine sind das Rückgrat

RGG sieht sportliche Angebote auf hohem Niveau

Rochlitz ist auf dem Weg zu einer Sportstadt, die sie schon einmal war. In den letzten Jahren sind Wettkämpfe wiederbelebt wurden, die früher Legende waren: Der Bergtriathlon und das Bergzeitfahren. „Wir sind auf einem guten Weg“, findet Christian Feist. Der aktive Mountainbiker möchte auf der Liste Rochlitz gemeinsam gestalten in den Stadtrat. Das fanden auch die Teilnehmer der Programmdiskussion. „In erster Linie gilt es natürlich die vorhandenen Sportstätten und die etablierten Wettkämpfe zu erhalten. Basis dafür sind die Sportvereine.“ Die Vielfalt der Vereine sei einzigartig.

In den letzten Jahren ist es immer schwieriger geworden, Trainer für die Sportgruppen zu gewinnen. Der hohe zeitliche und beim Ablegen der Prüfungen teilweise auch finanzielle Aufwand spielen dabei eine große Rolle.

Ehrenamtliche Arbeit in Sportvereinen ist Bürgerbeteiligung im besten Sinne. Diese muss stärker gewürdigt werden, um immer wieder Nachwuchs gewinnen zu können.

Bei nicht vereinsgebundene Sportarten gibt es noch Luft nach oben. „Schön wäre z.B. einmal ein BMX-Stand auf dem Regionalmarkt“, so Christian Feist. Und als Aktiven würde er sich natürlich über ein Mountainbikerennen freuen.

Zukunftsstandort Rochlitz

Fit für die Arbeitswelt 4.0?

Die Arbeitswelt 4.0 wird für viele von uns Arbeit unabhängig von Zeit und Ort machen. Der Fahrer eines LKW sitzt heute hinterm Steuer. Wird das aber auch zukünftig noch so sein? Das autonome Fahren entwickelt sich immer weiter. Morgen sitzt er vielleicht nur noch im Fahrzeug und überwacht die Instrumente, übermorgen sitzt er eher in einer Logistikzentrale oder kann von zuhause aus arbeiten und sogar mehrere Fahrzeuge parallel kontrollieren. Die können dann aber auch in Leipzig oder Dresden fahren. Schon heute nimmt die Zahl der im home-office Arbeitenden stetig zu. „Dafür muss aber der Breitbandausbau forciert werden“, fordert Patrick Müller vom Verein Rochlitz gemeinsam gestalten. „Ein Grafikdesigner beispielsweise hat es heute schwer, die Ergebnisse seiner Arbeit dem Kunden über die vorhandenen Leitungen zuzusenden.“

Und wenn man Zukunftsforschern glauben kann, werden auch kleinere Städte im erweiterten Umfeld urbaner Metropolen gute Zukunftschancen haben, wenn sie etwas zu bieten haben. Das hat Rochlitz ohne Zweifel: Die schulische Infrastruktur, die Natur ringsum, kulturelle Angebote – eine attraktive Wohnlage sowohl für Senioren wie auch für junge Familien.

Je unwichtiger der Standort des Arbeitgebers wird, weil man von jedem Ort aus arbeiten kann, umso wichtiger werden die Rahmenbedingungen, das Zusammenspiel von Infrastruktur, kulturellen- und Bildungsangeboten, natürliche Umgebung etc.

„Eine dieser Rahmenbedingungen könnte die Existenz von co-working-spaces sein, wo kleine Firmen, start-ups, ihre Heimat finden, aber sich auch einzelne Beschäftigte sich tageweise einmieten können“, blickt der IT-Experte in die Zukunft.

RGG: Natur des Rochlitzer Umlandes bewahren

Intakte Natur ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor

„20 Minuten im Grünen genügen, um die Stresshormone deutlich zu reduzieren“, stellte kürzlich eine psychologische Studie fest. Folgerichtig thematisierte der Verein Rochlitz gemeinsam gestalten auch das Thema Natur in der öffentlichen Programmdiskussion. „Da haben wir Rochlitzer es richtig gut“, bemerkt Toni Kästner, der für die RGG das Thema Natur in den Stadtrat tragen will. „Für die meisten ist das in der Mittagspause machbar. Direkt an den Stadtgrenzen wird es grün.“

Die Bürgerbeteiligung wird hier schon gelebt. Aktivitäten wie Müllsammelaktionen, Baumpaten und Baumpflanzung werden durch privat geplante Aktionen umgesetzt. Allerdings wünschen sich die engagierten Bürger*innen in diesen Fällen eine bessere Kommunikation an weitere Interessierte, damit möglichst viele von diesen Aktionen erfahren und teilnehmen können.

Die Bürger*innen, die an der Programmdiskussion zum Thema Natur teilnahmen, erwarten einen Erhalt des Baumbestandes und des Muldeninselbiotops und sind bereit sich dafür einzusetzen

Und es wird Transparenz gewünscht: Auf kommunaler Ebene wäre eine Anfrage an Sachsenforst zu initiieren, um den tatsächlichen Zustand des Rochlitzer Forsts zu erfahren (konkrete Luft-, Wasser- und Bodenwerte).

Auch im Gespräch waren mögliche Fördermittel für das große Engagement der Rochlitzer Bürger.

Besonders am Herzen liegt Toni Kästner die Idee, den „grünen Tisch“ in Rochlitz wiederzubeleben: „Dafür werden Mitglieder der RGG sich mit den Verantwortlichen zusammensetzen um auszuwerten inwiefern eine Zusammenarbeit und eine Unterstützung durch „Rochlitz gemeinsam gestalten“ möglich ist.“

Großes Interesse am Wahlprogramm

Elisabeth von Rochlitz führte ihre „Erben“ ein

Die Freude war den Kandidaten des Vereins Rochlitz gemeinsam gestalten deutlich anzusehen: Bei der Programmvorstellung am Donnerstagabend im Schloss reichten die 80 Stühle nicht aus. Viele Rochlitzer*innen waren erschienen, um sich über das Programm des auf Listenplatz 5 antretenden Vereins zu informieren. Einige bekannte Gesichter waren darunter, denn im Vorfeld hatten schon 2 Veranstaltungen stattgefunden, auf denen das Programm gemeinsam mit allen Interessierten erarbeitet worden war.

Zu Beginn begrüßte Elisabeth von Rochlitz die Anwesenden und wies darauf hin, dass sie schon vor einigen hundert Jahren ein neues, zukunftsgerichtet Klima in der Stadt geschaffen habe. Genau das wollen auch die 13 Kandidaten des Vereins Rochlitz gemeinsam gestalten. Sie hatten der Veranstaltung den Titel „Kurswechsel Richtung Zukunft“ gegeben. Die Kandidaten stellten sich mit ihren persönlichen Zielen wie auch ein inhaltliches Thema für die Stadtratsarbeit vor.

Beides wurde in einer Programmbroschüre zusammengefasst, die in allen Rochlitzer Haushalten verteilt wird. Daneben stehen die Kandidaten an ca. 20 Terminen den Bürgern Rede und Antwort.

Rochlitz als Anziehungspunkt für Familien

Angebote müssen vielfältiger werden

Rochlitz bietet ausreichen Plätze in Kitas und hat damit Großstädten wie Leipzig schon einmal etwas voraus. „Einigen jungen Eltern fehlt aber die Vielfalt“, bemerkt Maren Dippold, die auf der Liste von Rochlitz gemeinsam gestalten in den Stadtrat will. Mit Spielplätzen ist Rochlitz gut ausgestattet, auch wenn deren Sauberkeit hier und da zu wünschen übrig lässt. Weitere infrastrukturelle Ausstattungen, wie Sporthalle und Freibad, müssen erhalten und möglichst ausgebaut werden.

Um für Familien attraktiv zu sein, muss eine Stadt ihnen hohe Lebensqualität bieten. Eltern brauchen Arbeit. Hier könnte allerdings die Arbeitswelt 4.0 helfen, die zukünftig große Teile von Arbeit unabhängig von Zeit und Ort macht. Natürlich ist es für Familien auch wichtig, bezahlbaren Wohnraum, am besten in generationenübergreifender Umgebung, zu haben.

„Schön wäre natürlich ein Kinderarzt in Rochlitz“, wünscht sich Maren Dippold. Auch soziale Unterstützung für Familien, die Hilfe brauchen, wie zur Frühförderung bzw. Inklusion seien erhaltungs-und ausbauwürdig.

Wichtig für Familien sind kindgerechte Begegnungsmöglichkeiten. Eine Möglichkeit kann die ausgebaute Bibliothek, aber auch ein Generationenladen oder ein Familienzentrum sein. Dort müssten auch Angebote für Familien konzentriert kommuniziert werden. „Ein Anfang könnte eine digitale Plattform für Infos über Familienangebote und den Austausch zwischen Familien sein“, findet die Stadtratskandidatin.

So könnte es gehen

RGG stellt Programm zur Stadtratswahl im Schloss Rochlitz vor

Erst drei Monate sind seit der Gründung des Vereins „Rochlitz gemeinsam gestalten“ vergangen. Zwischenzeitlich wurde eine Liste von 13 Kandidaten für die Stadtratswahl aufgestellt. Und es wurde mit über 100 Rochlitzer*innen in zwei Veranstaltungen über das Programm diskutiert. Nunmehr ist es fertig und soll am 9. Mai 2019, 19 Uhr im Schloss Rochlitz vorgestellt werden. Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein.

 Es enthält die Punkte:

  • Bürgerbeteiligung
  • Infrastruktur
  • Senioren
  • Wirtschaft
  • Kultur
  • Jugendförderung
  • Jugend
  • Sport
  • Tourismus
  • Arbeitswelt 4.0
  • Familie
  • Natur
  • Bildung

Überzeugen sie sich selbst, wer wir sind und wofür wir stehen.

Betroffene zu Beteiligten machen

RGG-Mitglieder haben Erfahrung mit Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung ist das zentrales Thema des Vereins Rochlitz gemeinsam gestalten. Das Programm zur Stadtratswahl wird gemeinsam mit interessierten Bürger*innen der Stadt erarbeitet, die Workshops fanden im Februar und im April statt. „Aber nach der Wahl geht es erst richtig los“, betont Stadtratskandidat Andreas Hickel. „Wir wollen zu den wichtigen Themen Arbeitsgruppen gründen und mit allen Interessierten diskutieren. An den jetzt entstandenen Ideen muss weitergearbeitet werden. Am besten bis zu einer Beratungsvorlage, die unsere Abgeordneten dann in den Stadtrat einbringen können.“

Aber nicht alles muss zu Lasten des Stadtsäckels gehen. So sollen die Rahmenbedingungen für eine Bürgerstiftung geprüft werden. Diese könnte dann zur Finanzierung der Initiativen beitragen.

Die Veranstaltungen haben gezeigt, dass die Bürger*innen das auch wollen. Es wurden nicht nur Ideen eingebracht, sondern es gab auch Bereitschaft zur Mitwirkung bei der Umsetzung. Transparenz ist dabei ein wichtiges Thema. Wir wollen darüber hinaus öffentliche Fraktionssitzungen, aber auch mehr Öffentlichkeit in Ausschusssitzungen bringen.

Ein gutes Beispiel für das Zusammenwirken von Stadt und Bürgern ist der Regionalmarkt. Viele der für den Verein Rochlitz gemeinsam gestalten Kandidierenden sind auch im Regionalmarktteam aktiv. „Dort wurde gezeigt, was entstehen kann, wenn Stadt und Bürger Hand in Hand gehen“, ergänzt Andreas Hickel, der auf jedem Regionalmarkt im Kostüm als Marktmaskottchen unterwegs ist.

Ein starkes Netzwerk sorgt für Antrieb

Jugendarbeit in Rochlitz auf hohem Niveau – mit Potenzialen

„Wichtig ist es, mit jungen Menschen im Gespräch zu bleiben und ihnen auf Augenhöhe zu begegnen“, stellt Marcel Berger fest. Er hat beim Programmworkshop das Thema Jugend moderiert. Zusammenfassend aus der regen Diskussion des Abends lassen sich mehrere Schwerpunkte zur Jugendförderung herauskristallisieren.

Es gibt eine Kindereinrichtungsvielfalt, die es zu erhalten gilt. Wir haben zahlreiche Schularten vor Ort, von der Grundschule über das Gymnasium bis zu den Berufsschulen. Dieses breite Bildungsangebot gilt es aktiv zu bewahren. Zudem besteht ein Konsens, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen den Schulen förderlich ist, um so ein kooperatives Miteinander zu leben. Diese Zusammenarbeit kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden. Zum einen zwischen den Schulleitungen und den Lehrkräften, zum anderen zwischen den jungen Menschen, welche die Schulen besuchen. Ein bereits installiertes Beispiel hierfür ist der MoRo (Motley Rochlitz – Schüler*innenfond der Stadt Rochlitz). Diesem Gremium stellt die Stadt Rochlitz ein jährliches Budget von 10.000€ zur Verfügung. Über dieses Geld kann der MoRo eigenständig verfügen und in einer Art Jugendparlament über die Verwendung entscheiden.

Dies dient dazu, um Jugendlichen politisches Engagement zu ermöglichen und ihnen politische Prozesse erlebbar zu machen. Vorstellbar wäre an dieser Stelle auch eine aktive Teilnahme an der Stadtratsarbeit, in dem Jugendlichen die Chance bekommen, sich direkt in das Gremium einzubringen.

Die Stadt Rochlitz ist im Bereich Soziale Arbeit sehr gut aufgestellt. Der JUGENDladen bietet zahlreiche Projekte an und ist im Gemeinwesen aktiv. An der Grundschule, Oberschule und der Förderschule sind Schulsozialarbeiter*innen tätig. Weiterhin stellt die Stadt Rochlitz für die Stelle eines Rochlitzer Sozialarbeiters 10 Wochenstunden zur Verfügung. Dieser Rochlitzer Sozialarbeiter wirkt im Gemeinwesen und soll als Bindeglied zwischen Bürger*innen und Verwaltung dienen. Die aktive Stärkung der Sozialen Arbeit ist wichtig. Diese vorbildliche Wertschätzung und Unterstützung durch die Kommune sollte unbedingt erhalten werden, die Vernetzung der Fachkräfte weiter vorangebracht, Fachkräfte in den zahlreichen Einrichtungen gestärkt und die verschiedenen Kompetenzen gezielt genutzt werden.

 „Ziel muss ein Netzwerk zwischen den jungen Menschen und alle Aktiven in der Stadt sein. Sowohl zwischen Fachkräften, als auch der Wirtschaft oder der Verwaltung. Ressourcen müssen gestärkt und genutzt werden. In der „Kleinheit“ von Rochlitz liegt gleichzeitig die Stärke: Zusammen sind ohne übergroße Hindernisse Dinge bewegbar, umsetzbar und realisierbar“, blickt Marcel Berger in die Zukunft.

Das Renommee als Schulstadt weiter ausbauen

Rochlitz hat gute Voraussetzungen beim Thema Bildung

In der zweiten offenen Diskussionsrunde des Vereins „Rochlitz Gemeinsam Gestalten“ am 05.04. im Bürgerhaus Rochlitz war ein Themenschwerpunkt Bildung. Gemeinsam wurde besprochen, was unsere Stadt bereits bietet, was es zu erhalten gilt, was noch verbessert werden kann und was komplett fehlt. Viele der Punkte können als Aufgabe der Stadt und des Stadtrates betrachtet werden, weitere liegen im Bereich des Landes sowie Kreises und andere sind Anliegen, die durch die Bürger*innen unserer Stadt verfolgt werden sollten. Dabei sollte längerfristig geplant und die Geburtenentwicklung berücksichtigt werden.

„Rochlitz ist eine Schulstadt. Mit den sieben verschiedenen Schulen und ca. 1.500 Schüler*innen ist die Stadt in diesem Bereich sehr gut aufgestellt. Diese Vielfalt der Bildungseinrichtungen gilt es zu erhalten“, konstatiert Falk Geißler. Das Berufsschulzentrum war ein weiterer Diskussionsschwerpunkt. Durch die Minimierung sind viele Ausbildungsgänge nicht mehr in der Stadt zu finden.

In der Diskussion wurden einige Themen angesprochen, z.B. die Qualität des Schulessens, sichere Schulwege (z.B. der Fußgängerübergang in der Poststraße ist optimierungsbedürftig), sowie die Zahl der Hortplätze.

Ideen waren zudem die Kontrolle des Gewichts der Schulranzen, das Angebot öffentlicher Verkehrsmittel im Ferienbetrieb und die Umgestaltung des Geländes für Freizeit der Grundschule. Solche Ideen sollten öffentlich diskutiert werden. „Wichtig ist das lebenslange Lernen, das immer mehr an Bedeutung gewinnt“, meint Falk Geißler, den viele als in Rochlitz ansässigen Kupferstichkünstler und Lehrer kennen. „Die geplante Volkshochschul-Dependance in der Bibliothek ist da ein wichtiger Schritt, dem aber weitere folgen müssen. Auch die Möglichkeiten des außerinstitutionellen Lernens und der politischen Bildung sollten im Fokus stehen. Hierfür müssen Freiräume für eine derartige Entwicklung gewährt werden und Privat-Initiativen unterstützt werden.“

Engagement für Kultur Raum geben

RGG möchte Initiativen unterstützen

Rochlitz ist eine Stadt von großer kulturhistorischer Bedeutung. Neben dem Schloss macht uns vor allem der rote Porphyr, der „sächsische Marmor“ bekannt, der in vielen historischen Gebäuden des Freistaats und darüber hinaus verbaut ist. „Diesen kulturellen Rahmen gilt es weiter zu nutzen, insbesondere um touristisch noch attraktiver zu werden. Ein erster Schritt könnte es sein, statt mit dem Titel der kleinsten großen Kreisstadt als „Stadt des roten Porphyrs“ zu werben“, schlägt Natascha Dobos vor. Sie begleitet im Verein Rochlitz gemeinsam gestalten (RGG) das Thema Kultur und möchte diese Themen in den Stadtrat tragen.

Aber auf der Vergangenheit darf man sich nicht ausruhen. Auch heute schon gibt es eine Reihe von kulturellen Angeboten. „Diese gilt es besser zu vernetzen und zu kommunizieren“, ist Natascha Dobos überzeugt. „Darüber hinaus muss es Gestaltungsfreiraum und Unterstützung für kulturelle Initiativen der Bürger*innen geben.“ Wichtig ist es hier, Treffpunkte zu schaffen, „Wohlfühlorte“, wo kulturelle Projekte entstehen und umgesetzt werden können, oder wo kreative Hobbies einen Platz finden. Aber auch Veranstaltungen im Freien werden mehr gewünscht. Straßenfeste beispielsweise sind eine gute Gelegenheit mit den Bewohner seiner Straße ins Gespräch zu kommen. Im Rahmen von Bürgerprojekten könnten sich viele engagierte Bürger an der Ausgestaltung und Umsetzung beteiligen. Früher war es normal, sich zu Gesprächen auf der Straße zu treffen, warum sollte diese  Normalität nicht wieder aufleben. Auch Singen im Freien zur Weihnachtzeit schafft eine Identifikation der Rochlitzer*innen mit Ihrer Stadt und fördert den Gemeinschaftssinn.

Darüber hinaus besteht eine hohe Erwartung an das Angebot der Volkshochschule in der künftig neu gestalteten  Bibliothek. Auch Buchlesungen in diesen Räumen werden favorisiert, wenn möglich mit Buchautor als kulturelles I-Tüpfelchen.

Eine der größten Herausforderungen ist das kreative Marketing der Veranstaltungen vor Ort. Zeitungen werden weniger gelesen , eine übergreifende Veranstaltungs-App gibt es nicht. Hier sind viele Ideen gefragt, wie die Rochlitzer*innen die Informationen über Veranstaltungen und Termine ins Haus oder Smartphone bekommen und zur Teilnahme animiert werden können. Und natürlich gibt es auch Parallelen zum Thema Infrastruktur: Ein Bahnanschluss würde vielen Rochlitzer*innen den Weg zu kulturellen Angeboten der nahen Metropolen verkürzen.