Zukunftsstandort Rochlitz

Fit für die Arbeitswelt 4.0?

Die Arbeitswelt 4.0 wird für viele von uns Arbeit unabhängig von Zeit und Ort machen. Der Fahrer eines LKW sitzt heute hinterm Steuer. Wird das aber auch zukünftig noch so sein? Das autonome Fahren entwickelt sich immer weiter. Morgen sitzt er vielleicht nur noch im Fahrzeug und überwacht die Instrumente, übermorgen sitzt er eher in einer Logistikzentrale oder kann von zuhause aus arbeiten und sogar mehrere Fahrzeuge parallel kontrollieren. Die können dann aber auch in Leipzig oder Dresden fahren. Schon heute nimmt die Zahl der im home-office Arbeitenden stetig zu. „Dafür muss aber der Breitbandausbau forciert werden“, fordert Patrick Müller vom Verein Rochlitz gemeinsam gestalten. „Ein Grafikdesigner beispielsweise hat es heute schwer, die Ergebnisse seiner Arbeit dem Kunden über die vorhandenen Leitungen zuzusenden.“

Und wenn man Zukunftsforschern glauben kann, werden auch kleinere Städte im erweiterten Umfeld urbaner Metropolen gute Zukunftschancen haben, wenn sie etwas zu bieten haben. Das hat Rochlitz ohne Zweifel: Die schulische Infrastruktur, die Natur ringsum, kulturelle Angebote – eine attraktive Wohnlage sowohl für Senioren wie auch für junge Familien.

Je unwichtiger der Standort des Arbeitgebers wird, weil man von jedem Ort aus arbeiten kann, umso wichtiger werden die Rahmenbedingungen, das Zusammenspiel von Infrastruktur, kulturellen- und Bildungsangeboten, natürliche Umgebung etc.

„Eine dieser Rahmenbedingungen könnte die Existenz von co-working-spaces sein, wo kleine Firmen, start-ups, ihre Heimat finden, aber sich auch einzelne Beschäftigte sich tageweise einmieten können“, blickt der IT-Experte in die Zukunft.